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kumea

Angebot · Auftrag der Jugendanwaltschaften

Ambulante Beobachtung

Im gewohnten Umfeld · ergebnisoffen · ohne Eingriff

Über einen vereinbarten Zeitraum erfassen wir die Lebensbedingungen und Entwicklungsvoraussetzungen einer oder eines Jugendlichen — und zwar dort, wo das Leben tatsächlich stattfindet: im gewohnten Umfeld.

Gedacht für Situationen, in denen eine vertiefte, alltagsnahe Einschätzung der persönlichen Verhältnisse nötig ist, um fundierte Entscheidungen vorzubereiten. Das Ergebnis ist ein ausführlicher, nachvollziehbarer Bericht.

Wie wir arbeiten

Worauf wir schauen

Wir begleiten die Jugendlichen aufsuchend in ihrem Alltag und erfassen dabei drei Felder.

Lebensbedingungen

Familie und Wohnsituation, Erziehungsfähigkeit der Eltern, soziales Netzwerk und wer im Umfeld tatsächlich trägt.

Entwicklung

Wo die oder der Jugendliche bei den altersentsprechenden Entwicklungsaufgaben steht und wie sie oder er mit der eigenen Situation umgeht.

Perspektiven

Schule, Ausbildung und beruflicher Weg — was besteht, was ist gefährdet, was wäre erreichbar.

Was ambulante Beobachtung nicht ist

Wir beobachten, dokumentieren und ordnen ein. Wir greifen nicht ein, bewerten nicht vorschnell und treffen keine Entscheidungen. Die Beobachtung übernimmt auch nicht die Fachperson, die eine Familie parallel begleitet — Aufträge, Rollen und Berichte bleiben getrennt. Genau das macht die Ergebnisse für die auftraggebende Stelle brauchbar.

Ablauf

Vom Auftrag bis zum Bericht

Vier Schritte

  1. AuftragsklärungFragestellung, Zeitraum und Rahmen werden mit der auftraggebenden Stelle festgelegt. Die oder der Jugendliche und das Umfeld werden über Rolle und Auftrag informiert.
  2. BeobachtungsphaseAufsuchende Termine im Alltag über den vereinbarten Zeitraum. Laufende Verlaufsdokumentation, beschreibend statt wertend.
  3. AuswertungFachliche Einordnung der Beobachtungen, im Vieraugenprinzip gegengelesen.
  4. Bericht und RückmeldungSchriftlicher Bericht mit Einschätzung und Empfehlung. Auf Wunsch mit mündlicher Rückmeldung an die auftraggebende Stelle.

Neurodivergenz in der Beobachtung

Ob ein Verhalten Ausdruck einer Belastung, einer Haltung oder einer anderen Wahrnehmungsverarbeitung ist, entscheidet über die Einschätzung. Reizüberflutung, Rückzug oder Impulsivität lesen wir vor dem Hintergrund von ADHS und Autismus-Spektrum — und schreiben in den Bericht, was wir beobachtet haben, nicht was wir vermuten.

Fachlicher Schwerpunkt

Neurodivergenz ist keine Diagnose, die wir behandeln.

Sie ist eine andere Art, die Welt wahrzunehmen und zu verarbeiten. Wir kennen die Stärken und die Herausforderungen, die damit einhergehen, und passen Kommunikation, Struktur und Methoden entsprechend an. So entsteht Begleitung, die mit der jeweiligen Wahrnehmungs- und Denkweise arbeitet statt gegen sie.

Der Schwerpunkt gilt in allen Angeboten — von der Abklärung, in der neurodivergentes Verhalten fachlich korrekt eingeordnet werden muss, über Trainings, deren Struktur und Tempo angepasst werden, bis zur Beratung von Familien, die den Alltag mit einem neurodivergenten Kind tragfähig gestalten wollen.

Wir arbeiten stärken- und bedürfnisorientiert statt defizitorientiert. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedingungen es braucht, damit alle Beteiligten weniger Kraft ins Funktionieren stecken müssen.

  • ADHS
  • Autismus-Spektrum
  • Hochsensibilität
  • Späte Diagnose

Kontakt

Beobachtung anfragen

Schildern Sie uns Fragestellung und gewünschten Zeitraum. Wir klären mit Ihnen, ob eine ambulante Beobachtung das passende Instrument ist.

kumea GmbH

Baarerstrasse 43, 6300 Zug

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